Wie
die "Süddeutsche Zeitung" berichtet gehe aus internen Dokumenten des
BenQ-Konzerns hervor, dass das Management über die finanziellen Probleme bei
der deutschen Tochter bereits seit Mitte August Bescheid wusste. So habe
BenQ-Mobile-Finanzchef David Wang am 16. August an Vorstandschef Clemens Joos
geschrieben: "Wir haben null Budget mehr".
Das für das Gesamtjahr zur Verfügung stehende Budget war
bereits im ersten Halbjahr aufgebraucht worden. Die Nachricht sei sowohl an
Spitzenmanager von BenQ-Mobile gegangen, unter ihnen Firmenchef Joos, als auch
an die BenQ-Führung in Taiwan, unter ihnen den für das Handy-Geschäft zuständigen
Vorstand Jerry Wang. Finanzchef David Wang erklärte damals, dass die Mittel
fast erschöpft seien und der Mutterkonzern die bisherigen Vorgaben als nicht
verhandelbar bezeichnet. Zum Zeitpunkt der Insolvenz teilte Joos noch mit von
der Situation vollkommen überrascht zu sein.
Das Magazin Report berichtete außerdem gestern, dass es
nicht, wie von Siemens-Chef Kleinfeld angedeutet, eine vertragliche
Standortsicherung mit dem BenQ-Konzern gegeben hatte.
Update: Jetzt ermittelt auch die Münchner Staatsanwaltschaft gegen das BenQ Mobile Management wegen möglicher Insolvenzverschleppung und diverser andere Bankrottdelikte.
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