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Rettung für BenQ Mobile in Sicht?
Geschrieben am Freitag, 01.Dezember. @ 07:42:27 CET von Admin
Der
insolvente Handyhersteller BenQ Mobile steht offenbar vor der Rettung. Mehrere
Finanzinvestoren seien interessiert, bestätigte eine Sprecherin des
Insolvenzverwalters Martin Prager heute entsprechende Medienberichte. Derzeit würden
konkrete Verhandlungen geführt. "In den aktuellen Gesprächen geht es um
das ganze Unternehmen", betont die Sprecherin, warnt aber gleichzeitig vor
zu viel Optimismus. "Wir sind noch nicht auf der Zielgeraden. Die
Verhandlungen können jederzeit scheitern."
In der vergangenen Woche hatte Samsung ein kolportiertes
Interesse an BenQ Mobile verneint. Nun könnten ausgerechnet die vor nicht allzu
langer Zeit noch als "Heuschrecken" beschimpften Finanzinvestoren für
BenQ Mobile die Rettung bedeuten. Dabei hofft der Insolvenzverwalter auf einen
Komplettverkauf. "Im schlimmsten Fall stünde eine Zerschlagung des
Unternehmens an", so die Sprecherin der Pluta Rechtsanwalts GmbH. Der
Insolvenzverwalter dürfe nicht um jeden Preis verkaufen, sondern sei auch den
Gläubigern verpflichtet. Die Chancen für eine Rettung stünden derzeit aber
gut.
Mit einer Entscheidung wird noch vor Weihnachten gerechnet.
Zum 1. Januar stünde anderenfalls die automatische Eröffnung des
Insolvenzverfahrens an, was die Käufer abschrecken könnte. Ab 1. Januar müsste
BenQ Mobile dann schwarze Zahlen schreiben. Die verlustreiche ehemalige
Siemens-Handysparte hatte nur ein Jahr nach der Übernahme durch den
taiwanesischen Elektronikkonzern BenQ Ende September überraschend Insolvenz
angemeldet. Seitdem versucht Insolvenzverwalter Prager mit harten Einschnitten
das Unternehmen zu retten. Knapp zwei Drittel der ehemals 3.000 Stellen sind
bereits gestrichen worden. Eine Möglichkeit für das Überleben sehen Analysten
etwa im Fortbestehen als Teil eines großen Auftragsfertigers. (pte)